Mein Bundesfreiwilligendienst im Mehrgenerationenhaus Binsfeld

„Bufdi- was ist das denn?“

Gefragt nach meinen Zukunftsplänen konnte mein Umfeld mit dem Begriff „Bundesfreiwilligen-dienstleistende“ anfangs wenig anfangen.
Meine Antwort: „Das ist sowas wie Zivi, nur freiwillig“ wurde dem zwar nicht ganz gerecht, war aber zunächst die einfachste Erklärung.

Tatsächlich wollte ich nach jahrzehntelangem Leben und Arbeiten in der Großstadt und der Rückkehr in meine Heimat gerne etwas komplett Anderes ausprobieren und am liebsten im Kontakt mit Menschen und/oder im sozialen Bereich tätig werden.

Nach der Teilnahme an einer Helferschulung, die von Halma e.V. im MGH Binsfeld ausgerichtet wurde, war auch der Ort für den BFD schnell gefunden.
Das Konzept des Mehrgenerationenhauses hatte mich sofort begeistert, also habe ich mich hier beworben und durfte bald darauf auch anfangen.

Da ich (deutlich) älter als 27 Jahre bin, konnte ich den BFD in Teilzeit absolvieren und auch mein Wunsch hauptsächlich im Bereich Küche, Büro und im Kontakt mit Menschen bzw. Senioren tätig zu werden wurde seitens des MGH und der Vorstandschaft erfüllt.

Allerdings hätte es bestimmt auch enorm viel Spaß gemacht als Bufdi in der Kita zu sein. Seit nunmehr fast einem Jahr helfe ich nun bei den Essenvorbereitungen, dem Servieren, Spülen, anfallenden Bürotätigkeiten, Vorbereitungen für Seminare und Veranstaltungen und allerhand mehr- und ich kann bei Betreuungsnachmittagen für Senioren teilnehmen.

In all der Zeit wurde es nicht einmal langweilig und es ist immer wieder entzückend wenn ein fröhliches „Hallo Susssi“ durch die Kita schallt, sobald ich mit dem Essenswagen angerollt komme. Die Zwerge haben mein Herz im Sturm erobert.

Aber auch bei den Gästen die zum Essen oder ihren wöchentlichen Kartenspiel- oder Strickkreis kommen ist man schnell vom „Sie“ beim „Du“ und man merkt dass die Werte, für die das Mehrgenerationenhaus steht, hier auch gelebt werden.  Es ist ein offenes, vertrauenswürdiges Miteinander bei dem der Mensch im Mittelpunkt steht.

Mein großes „Dankeschön“ gilt den Kollegen in der Küche, Koordination und KiTa für die Herzenswärme, Ihre Hilfe und das in mich gesetzte Vertrauen, der Vorstandschaft mit Herrn Sauer und allen, die mir dieses außergewöhnliche Jahr ermöglicht haben.
Danke auch an alle Gäste – es hat grossen Spaß gemacht – und natürlich an meine kleinen Freunde. Ich werde das „Hallo Susssi“ sehr vermissen.

 

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